Katholischer Pfarrverband Ramsdorf-Wallerfing
Dekanat Osterhofen - Bistum Passau

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Heiliger Johannes der Täufer
Aufnahme:
St. Johannes Wallerfing

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Heiliger Johannes der Täufer

Gedenktag:

24. Juni - Hochfest

Patron der Pfarrkirche Wallerfing

Der hl. Johannes der Täufer ist auf dem Altarbild des Hochaltars dargestellt.

Enthauptung Johannes des Täufers:
29. August, gebotener Gedenktag

Lebensdaten

* ~ ein halbes Jahr vor Jesus Christus in Ain Karim bei Jerusalem
+ ~ im Jahr 30 in Jerusalem

Namensbedeutung

Johannes ist hebräisch und heisst "Der Herr ist gnädig".

Darstellung

als Asketengestalt, mit Fell bekleidet, Leibrock aus Kamelhaar mit Mantel, ungepflegte Haartracht, Füsse meist nackt, mit Lamm, mit (Kreuz-)Stab, mit Schriftbanderole "ecce agnus dei", auf Jesus zeigend, mit Buch, Schale, Krug oder Muschel (Taufe), in Szenen seiner Kindheitsgeschichte (z.B. mit dem Jesusknaben und dem Lamm spielend), mit Maria als Fürbitter bei Christus, das abgeschlagene Haupt auf einer Platte/Schüssel

Brauchtum

Der Johannestag war bereits im Mittelalter ein wichtiger Feiertag, der mit Wallfahrten, Volksfesten und Prozessionen begangen wurde. Ein wichtiger Brauch ist dabei das Johannisfeuer, das am Vorabend des 24. Juni abgebrannt wird. Zusätzlich gibt es regional den Johannestanz um oder über das Feuer. Diese Traditionen entstammen teilweise heidnischen Festbräuchen, denen in christlicher Zeit ein neuer Sinn gegeben wurde.

Patron

Johannes der Täufer ist Patron der Lämmer, Schafe, Haustiere, Hirten, Färber, Gerber, Kürschner, Schneider, Sattler, Bauern, Winzer, Gastwirte, Fassbinder, Musiker, Sänger, Tänzer, Kinobesitzer, Architekten, Steinmetze, Maurer, Zimmerleute, Kaminkehrer, Schmiede, der Weinstöcke, der Abstinenten. Gegen Epilepsie, Kopfweh, Schwindel, Kinderkrankheiten, Heiserkeit, Angst und Hagel. Er ist weiterhin Patron von Malta, Burgund, Florenz, Amiens und der Provence sowie der Karmeliter und der Johanniter.

Leben

Johannes ist der letzte der Propheten des Alten Testaments und der einzige, der den Messias leibhaftig schauen durfte. Gleichzeitig ist er der erste Märtyrer des neuen Testaments. Christus selbst bezeichnet ihn als "Grössten unter allen Menschen" (Lk 7, 28) und als seinen Wegbereiter (Mt 11, 10).

Johannes wurde als Sohn des jüdischen Priesters Zacharias und der Elisabeth, einer Verwandten Mariens, geboren. Die Ehe war kinderlos geblieben und beide waren schon älter. Die Schwangerschaft Elisabeths wurde Zacharias vom Erzengel Gabriel angekündigt. Zacharias forderte ein Zeichen als Beweis, und so kündigte ihm Gabriel an, er werde stumm sein bis zum Zeitpunkt der Erfüllung, und er blieb von diesem Moment an stumm bis zur Beschneidung des Johannes (Lk 1).

Johannes begann einige Jahre vor dem öffentlichen Auftreten Jesu, die Menschen zur Umkehr zu rufen und zu taufen. Er kündigte das baldige Kommen des Messias an. Eines Tages war auch Jesus unter den Taufbewerbern und bestand darauf, von Johannes getauft zu werden, obwohl dieser meinte, eher von Jesus getauft werden zu müssen. Als Jesus nach der Taufe dem Jordan entstieg, wurde er von Gott Vater als sein Sohn bestätigt: "Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden" (Lk 3, 22). Johannes sprach über Jesus "Seht das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt" (Joh 1, 29).

Den erwarteten Messias sahen die Juden in erster Linie als weltlichen Heilsbringer. König Herodes Antipas fürchtete deshalb, die Prophezeiungen des Johannes könnten ihn um seinen Thron bringen, zumal dieser auch noch öffentlich anprangerte, dass Herodes seine erste Ehefrau verlassen und Herodias, die Gemahlin seines Bruders, geheiratet hatte. Deshalb liess der König Johannes in der Festung Machairas festsetzen, er traute sich jedoch zunächst nicht, ihn hinzurichten. Herodes entwickelte sogar eine gewisse Sympathie für Johannes. Herodias aber verfolgte ihren Plan, Johannes aus dem Weg zu räumen. Bei einem ausschweifenden Geburtstagsbankett für Herodes tanzte ihre Tochter Salome so verführerisch, dass Herodes vor den Gästen das Versprechen gab, Salome jeden Wunsch zu erfüllen. Auf Geheiss ihrer Mutter verlangte Salome den Kopf des Johannes in einer Schale, sofort. Obwohl er das Unrecht erkannte, war Herodes zu feige zum Widerspruch und so liess er Johannes enthaupten. Salome gab die Schale mit dem Haupt des Johannes ihrer Mutter.

In den Berichten des hl. Hieronymus lesen wir, dass Herodias den Kopf des Täufers noch lange aufbewahrt habe, und gelegentlich mit einem Dolch seine Zunge durchstochen habe.

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