Katholischer Pfarrverband Ramsdorf-Wallerfing
Dekanat Osterhofen - Bistum Passau

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Heilige Adelheid

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Heilige Adelheid, Dt. Kaiserin

Gedenktag:

16. Dezember - Einfacher Gedenktag

Lebensdaten

* 931 in Burgund
+ 16.12.999 in Selz (Elsass)

Namensbedeutung

"Adelheid" ist althochdeutsch und heisst "von edler Art"

Darstellung

Adelheid wird dargestellt in fürstlichen Gewändern und mit kaiserlicher Krone. Oft zeigen Darstellungen sie auch Almosen austeilend oder mit einem Schiff in der Hand, mit dem sie der Gefangenschaft entfloh, oder mit einem Kirchenmodell.

Brauchtum

Bis zur Reformation gab es einen regen Wallfahrtsbetrieb zum Grab der Adelheid in Selz, der aber mit dem Verschwinden der Reliquien endete.

Leben

Kaiserin Adelheid ging als bedeutende Förderin des Kirchenwesens in Deutschland in die Geschichte ein. Als Tochter König Rudolfs II. von Hochburgund und Enkelin des Herzogs von Schwaben wurde sie 931 in Burgund geboren. Bereits mit sechs Jahren wurde sie mit König Lothar von Italien verlobt, 947 erfolgte die Eheschliessung. Die junge Adelheid galt schon bald als beispielhafte christliche Ehefrau. Sie kümmerte sich mit grossem Einsatz um die armen und am Rande stehenden Menschen.

Nach wenigen glücklichen Ehejahren starb ihr Ehemann. Der neue König Berengar II. (vermutlich Lothars Mörder) nahm Adelheid Reich und Krone und wollte sie zur Hochzeit mit seinem Sohn zwingen. Da sie sich weigerte, wurde sie eingekerkert. Sie wurde von einem Priester befreit, der sie zusammen mit ihrer kleinen Tochter Emma im Wald versteckte. Schliesslich gelangte sie auf die Feste Canossa.

Der deutsche König Otto I. unterstützte die junge Witwe und besiegte schliesslich sogar Berengar. Adelheid erhielt so ihre Krone zurück und heiratete ein Jahr später Otto I. Das Paar wurde 962 in Rom von Papst Johannes XII. zu Kaiser und Kaiserin gekrönt. Nach dem Tod Ottos I. 973 war sie zunächst ihrem Sohn Otto II. bei der Regentschaft behilflich, doch schon bald ergaben sich Spannungen mit ihm und dessen Gattin Theophanu, einer byzantinischen Prinzessin, weshalb Adelheid zeitweilig vom Hof gewiesen wurde. Einer der Gründe war die Frömmigkeit Adelheids, die der weltlichen Politikerin Theophanu suspekt erscheinen musste.

In der Zeit der Abwesenheit vom Kaiserhof ging sie in ihr Heimatland Burgund und gründete mehrere Klöster.

Nach dem Tod Ottos II. sollten sich Theophanu und Adelheid die Regentschaft für den noch unmündigen Enkel Otto III. teilen. Allerdings kam es immer wieder zu Machtkämpfen zwischen den beiden, die die machtbewusste Theophanu für sich entscheiden konnte.

Adelheid blieb Statthalterin von Italien. 991 kehrte sie an den Kaiserhof zurück, als ihre Schwiegertochter Theophanu erst 35-jährig starb. Bis zur Volljährigkeit ihres Enkels Otto III. im Jahre 994 führte die Kaiserin die Regierungsgeschäfte selbständig.

Von 994 an widmete sie sich vornehmlich der Förderung kirchlicher Einrichtungen und der Gründung neuer Klöster. Besonders am Herzen lag ihr die Reform von Cluny, die sie tatkräftig unterstützte. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte Adelheid in dem von ihr gegründeten Kloster Selz, wo sie 999 starb und bestattet wurde.

Im Jahre 1097 wurde Adelheid von Papst Urban II. heiliggesprochen. Ihr Biograf Odilo von Cluny nannte Adelheid "die kaiserlichste aller Kaiserinnen".

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