Katholischer Pfarrverband Ramsdorf-Wallerfing
Dekanat Osterhofen - Bistum Passau

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Aktueller Pfarrbrief und Gottesdienstanzeiger

Unser Pfarrbrief erscheint monatlich als Nachrichten- und Mitteilungsorgan des Pfarrverbandes und beinhaltet die Gottesdienstordnung des jeweiligen Monats. Der eigentliche Pfarrbrief ist als Mantelbogen für die Einlegeblätter der Gottesdienstordnung ausgeführt.

Der Pfarrbrief liegt in den Kirchen aus und kann dort kostenlos mitgenommen werden.

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Leitartikel zum Mai

Eindrücke aus Indien

von Pfarrer Armin Riesinger

Liebe Leser,

im Februar dieses Jahres besuchte eine Reisegruppe die Wiege unserer Kultur: Indien. 22 Teilnehmer erlebten den asiatischen Subkontinent aus nächster Nähe.

Ohne mit detailreichem Wissen etwa über Einwohnerzahlen und andere statistische Daten zu langweilen, will ich versuchen, eine Ahnung davon zu vermitteln, was bei uns bleibende Eindrücke hinterlassen hat, was uns emotional berührt und bewegt hat und mit welcher Herzlichkeit wir allerorten aufgenommen wurden.

Im Angebot des Bayerischen Pilgerbüros München war die Fahrt als Bildungs- und Studienreise ausgeschrieben. Wen die einzelnen Stationen und Reiseziele näher interessieren, ist zu den Vorträgen eingeladen, die in nächster Zeit in allen vier Pfarreien angesetzt werden. Hier also nur ein grober Überblick über die Route.

Die erste Hälfte der 14-tägigen Reise entfiel auf das "alte" Indien, eine Rundreise durch Rajasthan, das sogenannte goldene Dreieck Delhi (Hauptstadt), Agra (Taj Mahal) und Jaipur (Palast der Winde).

Der zweite Teil führte uns nach Südindien, in die Heimat unseres Pfarrvikars Jojappa Tulimelli. Hyderabad (Hauptstadt des neuen Bundesstaates Telangana), Vijayawada (Mutter-Maria-Fest am Gunadala Matha Heiligtum), Nuzvid (Jojappas Heimat und Elternhaus), Mahabalipuram (Felsentempel) und Chennai (früher Madras, Grab des Hl. Apostels Thomas).

Die Straßen

Verlässt man das Flughafengelände in Delhi, fällt einem sofort die unendliche Betriebsamkeit auf, die vielen Autos, Motorräder und Busse (immer überfüllt) und die vielen Menschen. Eine Stadt, die im Verkehr zu ersticken droht und die tatsächlich mit Smog zu kämpfen hat.

Die Inder haben sich offenbar an das permanente Gehupe und das ständige Geschiebe gewöhnt. Ein Wunder, dass nicht mehr Unfälle passieren. Beobachtet man die Fahrweise der Einheimischen, so merkt man, dass sie trotz aller Hektik immer bremsbereit sind.

Skurril mutet es an, wenn alle den auf der Straße gehenden Kühen ausweichen oder einen weiten Bogen machen um eine Kuh, die mitten auf der Kreuzung liegt. Eine ganze Familie mit zwei Erwachsenen und drei bis vier(!) Kindern auf einem Moped - kein Problem und keine Seltenheit.

Land und Leute

Die Inder haben eine sehr natürliche Art, überall wird man freundlich empfangen und wenn es ein Problem gibt, kann man sich auf ihre Hilfsbereitschaft verlassen. Jeder versucht, irgendwie eine Arbeit zu bekommen, einen Job zu erledigen. Hauptsache, er hat am Abend ein paar Rupien in der Hand.

Geht man auf dem Weg zu einer Sehenswürdigkeit an den auf der Straße campierenden Bettlern vorbei, wird einem beim Anblick dieser himmelschreienden Not schon mulmig zumute. Sie werden auf der Verkehrsinsel oder am Straßenrand geboren, wachsen unter Planen und zwischen Zeltstangen auf, leben und sterben dort.

Die ländliche Bevölkerung arbeitet hart, auch wenn damit nur für das Lebensnotwendigste gesorgt ist. Einer 300 Millionen Menschen großen Mittelschicht, die am wirtschaftlichen Aufschwung des Landes durchaus Anteil hat, stehen 800 Millionen gegenüber, die in 600.000 Dörfern teilweise unter einfachsten Bedingungen leben.

Es ist schon eine tiefe Besorgnis spürbar, wie das Land zusammengehalten werden kann und wie die Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft die Herausforderungen der Zukunft meistern werden. (Müll, Umweltschutz, Arbeitslosigkeit, Mangelernährung, Infrastruktur, soziale Ungleichheit).

Handwerkskunst

Die beeindruckenden handwerklichen Kunstfertigkeiten, die in Indien traditionell gepflegt werden, kann man nicht unerwähnt lassen. Wir besuchten eine Teppichweberei, eine Werkstatt für Einlegearbeiten mit Halbedelsteinen, sahen Arbeiten aus der Gold- und Silberschmiede, sowie Erzeugnisse aus der Schmuck und Edelsteinverarbeitung.

Außerdem bekamen wir eine Vorführung der berühmten Farbdrucke auf indischem Tuch zu sehen. In einem Verkaufsraum konnten wir Seide und andere kostbare Stoffe bewundern. Auch wenn man nichts gekauft hat, die Betrachtung der vielfältigen Wunderwerke war sehr beeindruckend und faszinierte uns alle gleichermaßen.

Gastfreundschaft: Der Höhepunkt der ganzen Reise war der Empfang in der Heimat von Jojappa und die Begegnung mit seiner Familie. Die Herzlichkeit und Lebensfreude, die uns entgegengebracht wurde war buchstäblich überwältigend. Gebete, Musik, Blütenblätter und Blumenkränze, pausenloses Händeschütteln - ein ganzer Stadtteil war auf den Beinen, um uns zu begrüßen und hochleben zu lassen. Ein Erlebnis, das uns alle förmlich mitgerissen hat und von dem jeder lange zehren kann.

In den kommenden Monaten wollen wir gerne die Gelegenheit bieten, einen Reisebericht zu hören und zu sehen.

Erster Termin, siehe unter Allgemeines.

www.pv-ramsdorf-wallerfing.de