Katholischer Pfarrverband Ramsdorf-Wallerfing
Dekanat Osterhofen - Bistum Passau

Verzögerung des Updates der Homepage wegen Umzuges

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Wolfram Biedermann, Webmaster

Aktueller Pfarrbrief und Gottesdienstanzeiger

Unser Pfarrbrief erscheint monatlich als Nachrichten- und Mitteilungsorgan des Pfarrverbandes und beinhaltet die Gottesdienstordnung des jeweiligen Monats. Der eigentliche Pfarrbrief ist als Mantelbogen für die Einlegeblätter der Gottesdienstordnung ausgeführt.

Der Pfarrbrief liegt in den Kirchen aus und kann dort kostenlos mitgenommen werden.

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aktueller Pfarrbrief
aktueller Gottesdienstanzeiger

Ältere Ausgaben von Pfarrbrief und Gottesdienstanzeiger im Archiv

Leitartikel zum März

19. März: Hl. Josef

„Josef: Er ist der Mann am Rande, im Schatten. Der Mann der schweigenden Hilfe. Der Mann, in dessen Leben Gott dauernd eingreift mit neuen Weisungen und Sendungen. Immer neue Weisungen und Sendungen, neuer Aufbruch und neue Ausfahrt.

Er ist der Mann, der ging. Das ist sein Gesetz: der dienstwillige Gehorsam. Er ist der Mann, der dient. Dass ein Wort Gottes bindet und sendet, ist ihm selbstverständlich. Die dienstwillige Bereitschaft, das ist sein Geheimnis.“ (Alfred Delp)

Um alle Patronate des heiligen Josef aufzuzählen, reicht der Platz hier nicht aus – Google hilft. Wichtig sind vielleicht: der Sterbenden, der Arbeiter und der Kirche. Auch Bayern steht unter seinem Schutz, genau wie China.

Der hl. Josef hat zwei Feiertage: den 19. März und dazu den 1. Mai, der Josef dem Arbeiter gewidmet ist.

In einer Zeit, in der Arme immer ärmer und Reiche immer reicher werden und die Weltkirche die soziale Frage neu zu erwägen beginnt, gewinnt gerade dieses Patronat an Bedeutung. Möge er die Kirche auf ihrem Weg in die Zukunft segnen und den Arbeitenden und den Arbeitslosen helfen, zu beanspruchen und zu erhalten, was ihnen gemäss ihrer Würde zusteht.

Wolfram Biedermann, Webmaster

Leitartikel zum April

"Christus ist auferstanden,

...er ist wahrhaft auferstanden. Aber ihr glaubt es ja doch nicht. Amen"

Dies ist der volle Wortlaut der Osterpredigt eines für seine originellen Ansprachen bekannten Priesters.

Tatsächlich gibt es offensichtlich nicht mehr viele, die am Hasen- und Eierfest etwas mit einer „Auferstehung“ anfangen können. Und jährlich werden die Kirchen leerer, auch an Ostern.

Dieser Sachverhalt lässt sich nicht mehr schönreden und wird öfters wortreich beklagt.
Die Reaktionen kann man zuverlässig in zwei Muster unterteilen:

Schema A: Die „modernen“ Kirchenvertreter suchen nach Wegen, die Kirche attraktiver zu machen und den Kundenkreis irgendwie zu erweitern. Unternehmensberatungen und Milieustudien sind dabei gern genutzte Hilfsmittel.

Medial verwertbare Gags auch. Ein deutscher Bischof liess ein Flüchtlingsboot aus Malta importieren, in seinen Dom schaffen und benützte es an Fronleichnam als Altar. Danach wurde es auf einer Tournee durch das ganze Bistum gekarrt. Geld spielt keine Rolle.

Schema B: Die „Traditionellen“ hingegen haben eine unwiderlegbare und insofern perfekte Antwort und verweisen auf einen endzeitlichen Glaubensabfall, der längst prophezeit sei und empfehlen
1.) die Häupter zu erheben, denn die Rettung ist nah und
2.) die Rückkehr zur katholischen Tradition bzw. dem, was sie dafür halten.

Am besten verbunden mit neuer politischer und gesellschaftlicher Macht für die Kirche, um dem anhaltenden Sittenverfall Einhalt zu gebieten.

Ganz offenkundig haben beide Strategien nichts geholfen. Woran liegt‘s?

Tatsächlich sind Schema A und Schema B zwei Seiten ein- und derselben Medaille. Beide machen den Fehler, die Kirche mit Gott gleichzusetzen. Beiden fehlt die Erkenntnis, dass der Glaube an Gott, für Christen an Jesus, ein zutiefst personales Ereignis ist und jeder Bindung an eine Glaubensgemeinschaft – egal welche – vorangehen muss.

Wo diese Grundlage fehlt, können tradierte Verhaltensmuster – weil als sinnfrei empfunden – nicht überleben. Und als Show taugen Gottesdienste immer noch nicht. Kinos, Theater & Co. können das besser.

An dieser Stelle – der Frage nach der persönlichen Beziehung – entdecken wir aber auch den Haken der Geschichte: Ganz so einfach lässt sich Gott nämlich nicht entdecken. Den besten Philosophen und Theologen aller Religionen ist bis heute weder ein echter Gottesbeweis noch eine überzeugende Theodizee gelungen.

Theodizee ist die Rechtfertigung Gottes angesichts des Leides in der Welt. Oder bildhaft gesagt: Wo war Gott in Auschwitz, wo ist er jetzt in Syrien, und wo war er, als bei einem Verkehrsunfall drei Kinder eines Ehepaares schwer verletzt überlebten und beide Eltern starben?

Warum betet man in einem sehr wichtigen Anliegen und findet keinerlei Erhörung? Obwohl man genug „Zeugnisse“ superfrommer Leute lesen kann, die von wunderbarer Hilfe nach kurzem Gebet berichten?

Das sind keine sehr österlichen Gedanken, mögen Sie einwenden. Wirklich?

Die Auferstehung – die echte meine ich, vor zweitausend Jahren – war genau das: ein unmöglicher, unvorstellbarer, neuer, strahlender Tag nach der endgültig hereingebrochenen Nacht einer alles vernichtenden Katastrophe.

Falls sie stattgefunden hat. Man kann das nicht beweisen. Aber, und ganz wichtig: Man kann es auch nicht widerlegen. Niemals. Und so ist es Ihrem Denken, Fühlen, Erwägen anheimgestellt, was Sie aus der Geschichte machen.

Nun gibt es Situationen, mitunter ganze Lebensphasen, da hilft das nicht weiter. Vielleicht will oder kann man nicht mehr daran glauben. Mancher wendet sich von Gott ab, im Gefühl, von ihm vollständig verlassen worden zu sein.

Leider habe auch ich kein Rezept für diese Fälle, keinen Gottesbeweis und keine Theodizee. Aber ich las neulich einen Satz von Karl Rahner:

„Christsein heisst, die Unbegreiflichkeit Gottes ein Leben lang auszuhalten“.

Auch wenn uns kitschige Sakralkunst früherer Tage und manche gehorsamheischende Katechismusformel etwas anderes suggerieren könnten: Wir wissen nicht, was oder wie Gott wirklich ist. Wenn wir uns mit dieser Frage auseinandersetzen, können wir Überraschungen erleben. Auch unangenehme. Denn Gott scheint es manchmal zu lieben, allzu sichere und festgefügte Weltbilder zu zertrümmern. Und abzuwarten, was der Mensch daraus macht.

Ich glaube: Er will uns jeden Tag die Chance geben, ihn neu zu entdecken. Und zu entdecken, was wir aus unserem eigenen Leben machen können.

Bitten wir IHN, den ewig neuen, ewig anderen, um seine Führung auf unserem Weg zu ihm. Nicht auszuschliessen, dass es hilft...

Vielleicht ist er ja doch wahrhaft auferstanden. Frohe Ostern!

Webmaster Wolfram Biedermann

www.pv-ramsdorf-wallerfing.de