Katholischer Pfarrverband Ramsdorf-Wallerfing
Dekanat Osterhofen - Bistum Passau

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Wolfram Biedermann, Webmaster

Aktueller Pfarrbrief und Gottesdienstanzeiger

Unser Pfarrbrief erscheint monatlich als Nachrichten- und Mitteilungsorgan des Pfarrverbandes und beinhaltet die Gottesdienstordnung des jeweiligen Monats. Der eigentliche Pfarrbrief ist als Mantelbogen für die Einlegeblätter der Gottesdienstordnung ausgeführt.

Der Pfarrbrief liegt in den Kirchen aus und kann dort kostenlos mitgenommen werden.

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Leitartikel zum Februar

In der Weisheit wachsen

von Pfarrvikar Jojappa Tulimelli

Wer, liebe Freunde, hat mehr Einfluss auf die Gesellschaft? Menschen mit hoher Bildung oder solche mit geringerer Qualifikation? Nun – natürlich sind dies die Personen mit hohem Bildungsstand und grossem Wissen.

Leider ist es auch so, dass einer grossen intellektuellen Fähigkeit und profundem Fachwissen die Versuchung des Missbrauchs innewohnt. Wer sind die Leute, die Passwörter stehlen, die E-Mails hacken und Geld durch Internet-Betrug stehlen? Oder – zu welcher der beiden Gruppen gehörten zu allen Zeiten die Ideologen und Demagogen, die ganze Völker in den Abgrund führen konnten?

Bildung ist notwendig für jeden Fortschritt. Man erkennt dies vor allem am Zustand solcher Gemeinwesen, in denen eine grosse Zahl armer Menschen nicht einmal lesen und schreiben kann und so weder für sich selbst noch für die Allgemeinheit etwas zur Entwicklung beitragen kann.

Aber wenn zum Wissen nicht auch ein gewisses Mass an Weisheit (oder zumindest das Streben nach Weisheit) hinzukommt, ist es fast unabwendbar, dass das Wissen falsch angewandt wird – zum eigenen und fremden Nachteil.

Denn Wissen – das ist „nur“ eine Ansammlung von Fakten, Informationen oder Fähigkeiten, die unser Gehirn gespeichert hat.

Was aber ist Weisheit?

Weisheit ist die Fähigkeit, unser Wissen angemessen einzusetzen. Also Wissen plus Ethik und Moral. Weisheit zwingt uns zu ethischem Denken: gut und böse zu unterscheiden, zu bewerten, zu urteilen. Und sie veranlasst uns auch, moralisch zu handeln: das heisst, die Erkenntnisse der Ethik in unser eigenes Verhalten umzusetzen (der schwierigere Teil...)

4 Wege, in der Weisheit zu wachsen

Alle Weisheit kommt von Gott (Sirach 1, 1)

Im Lukasevangelium lesen wir, dass Jesus an Weisheit wuchs: „Jesus aber wuchs heran und seine Weisheit nahm zu und er fand Gefallen bei Gott und den Menschen“(Lk 2, 52). Bereits in dieser frühen Lebensphase ist Jesus für uns ein Vorbild. Auch wir sollen in der Weisheit wachsen.

Anhand einiger Bibelstellen möchte ich vier Wege dazu vorschlagen:

1. Gottesfurcht:

„Der Anfang der Weisheit ist die Furcht des Herrn“ (Sprüche 9, 10)

“Furcht“ bezeichnet hier nicht Angst vor Gott, sondern die rechte Haltung gegenüber Gott und seinem Willen. Voraussetzung ist der Respekt vor Gott als einem lebendigen Gegenüber. Im christlichen Gottesbild kommt dazu, dass wir zu diesem Wesen eine liebe- und vertrauensvolle Beziehung aufbauen sollen.

Die Tatsache, dass Gott uns unendlich überlegen ist, soll uns gleichfalls nicht Angst einflössen, sondern im Vertrauen wachsen lassen, denn Gott will, dass wir uns ganz in seine Hand geben. Wenn wir das schaffen, wird sich unsere Sicht auf das Leben verändern, und wir haben den Anfang der Weisheit gefunden.

2. Demut:

„Kommt Hochmut, kommt auch Schande, doch bei den Bescheidenen ist die Weisheit“ (Sprüche 11, 2)

„Mein Sohn, bei all deinem Tun bleibe bescheiden und du wirst mehr geliebt werden als einer, der Gaben verteilt. Je größer du bist, umso mehr bescheide dich, dann wirst du Gnade finden bei Gott“ (Jesus Sirach 3, 17-18.)

Der Demütige erkennt und akzeptiert aus freien Stücken, dass es etwas für ihn Unerreichbares, Höheres gibt. Demut bedeutet also, sich der eigenen Grenzen, aber auch der eigenen Stärken bewusst zu sein. Ein Demütiger versucht nicht, anzugeben oder etwas vorzutäuschen. Man könnte – in Abwandlung obiger Formel – auch sagen: Weisheit ist Wissen minus Ego.

3. Bibellesung:

„Dein Wort ist meinem Fuss eine Leuchte und ein Licht auf meinem Wege“ (Psalm 119, 105)

Wer das Wort Gottes liest, tritt ins Licht ein. Die Heilige Schrift gibt uns Orientierung und Halt. Das Nachdenken über ihre Worte weitet unseren Geist und unser Herz und öffnet es für die Weisheit.

4. Gebet:

„So hast du jetzt, Herr, mein Gott, deinen Knecht […] zum König gemacht. Doch ich bin noch sehr jung und weiß nicht aus noch ein. [...] Verleih daher deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er [...] das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht! [...] Es gefiel dem Herrn, dass Salomo diese Bitte aussprach. Daher antwortete ihm Gott: Weil du gerade diese Bitte ausgesprochen hast und [...] um Einsicht gebeten hast, um auf das Recht zu hören, werde ich deine Bitte erfüllen. Sieh, ich gebe dir ein so weises und verständiges Herz, dass keiner vor dir war und keiner nach dir kommen wird, der dir gleicht“. (1 Könige 3, 7ff)

Das Gebet um Weisheit ist Gott wohlgefällig. Der Heilige Geist, der Geist der Wahrheit und der Weisheit, wird auch uns mit der Weisheit beschenken, wenn wir ihn ehrlich darum bitten.

Möge Gott uns Weisheit schenken,

damit wir all unser Wissen nutzen können, um gute Entscheidungen zu treffen, um zu wissen, was wir wann und wie sagen sollen, was wir tun sollen.

O Gott, du bist die Quelle der Weisheit. Gib uns die Weisheit, ein gutes Leben zu führen.

Vielen Dank für Ihre Liebe und Aufmerksamkeit. Bitte beten Sie auch für unsere Reise und für meine Familie.

Ihr Jojappa Tulimelli

www.pv-ramsdorf-wallerfing.de