Katholischer Pfarrverband Ramsdorf-Wallerfing
Dekanat Osterhofen - Bistum Passau

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Heiliger Wendelin
Aufnahme:
Maria Bürg

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Heiliger Wendelin

Gedenktag:

20. Oktober - Nicht gebotener Gedenktag

Lebensdaten

* ~ 550 in Schottland + vermutlich um 617 in Tholey (Saarland)

Namensbedeutung

"Wendelin" ist althochdeutsch und heisst "Wanderer/Pilger".
Andere Deutung: "Aus dem Stamm der Vandalen".

Darstellung

Als Hirte, mit Einsiedlerkutte, mit Schafen und Schweinen, als Pilger, mit Keule, zu Füssen eine Krone

Brauchtum

Besondere regionale Verehrung in der Stadt Sankt Wendel.

Patron

Der Bauern, Schäfer, Hirten und Herden, des Viehs, der Felder und gegen Viehseuchen, für gedeihliche Witterung und gute Ernte

Leben

Der Überlieferung zufolge war Wendelin ein schottischer Königssohn, dessen Glauben beim Vater auf Ärger und Unverständnis stiess. Sein Vater zwang ihn zum Hüten von Schafen. Mit 20 Jahren wollte er nach Rom pilgern. Auf dem Weg nach Rom oder bei seiner Rückkehr lernte er bei Trier eine Gruppe von Laien kennen, die ein klösterliches Leben führten. Wendelin blieb bei ihnen und verdingte sich bei einem Adligen als Viehhierte.

Gerne zog er mit der Herde auf einen bestimmten Berg, um dort zu beten. Einmal traf ihn sein Herr dort an und wurde zornig, weil er nicht glaubte, dass Wendelin mit dem Vieh rechtzeitig zurück sein würde. Von dem Vieh war nämlich ein Tier zum Essen bestimmt.

Als der erboste Herr zu seinem Hof zurückkam, war Wendelin mit der Herde aber bereits dort. Erschrocken über dieses Wunder kam der Herr zur Einsicht und liess dem Wendelin eine Einsiedlerzelle in der Nähe des Klosters Tholey bauen.

Nach dem Tode ihres Abtes wählten die Mönche Wendelin, der nie Priester geworden war, zum neuen Abt. Wendelin nahm die Wahl an und übte das Amt des Abtes bis zu seinem Tode aus.

Nach Wendelins Tod bestatteten ihn die Brüder, am nächsten Morgen lag sein Leichnam aber neben dem Grab. Die Mönche legten ihn auf einen Ochsenkarren und liessen die Ochsen loslaufen. Ohne menschliche Führung fanden die Ochsen den Weg genau auf jenen Berg, auf dem Wendelin so oft gebetet hatte. An dieser Stelle wurde Wendelin bestattet, und aus der Begräbnsisstätte entstand der Wallfahrtsort Sankt Wendel.

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