Katholischer Pfarrverband Ramsdorf-Wallerfing
Dekanat Osterhofen - Bistum Passau

Mit Klick vergrössern

Heiliger Stephanus
Aufnahme:
St. Stephan Bachling

Zurück zur aufrufenden Seite

Heiliger Stephanus

Gedenktag:

26. Dezember - Fest

Lebensdaten

* ~ 0 wahrscheinlich in Jerusalem
+ ~ 40 (Märtyrertod) in Jerusalem

Namensbedeutung

Stephanus bedeutet "der Bekränzte" (griechisch)

Darstellung

Im Ornat des Diakons mit, Palme, Buch und Steinen

Patron

Stephanus ist der Patron der Pferde, Pferdeknechte und Kutscher, Maurer, Schneider, Steinhauer, Weber, Zimmerleute, Böttcher, Küfer; gegen Kopfschmerzen, Steinleiden, Seitenstechen, und Besessenheit; für einen guten Tod.

Brauchtum

Die Verehrung des Erzmärtyrers Stephanus ist bereits seit dem 4. Jahrhundert belegt. Nach der Wiederauffindung der Reliquien gelangten diese in die ganze Welt. An vielen Orten entstanden Kirchen, die Stephanus geweiht wurden. So breitete sich der Stephanus-Kult weit aus und gewann schnell an Bedeutung. Es waren neben den Seefahrern vor allem auch die Könige und Kaiser des Hochmittelalters, die die Verehrung förderten.

Brauchtum entwickelte sich unter anderem um Stephanus als Pferdepatron: es gibt noch heute Pferde- und Hafersegnungen am 26. Dezember.

Leben

Stephanus ist als Erzmärtyrer, als erster Christ, der für seinen Glauben in den Tod ging, in die Geschichte eingegangen. Die Bibel berichtet in der Apostelgeschichte (6,1-8,2; 11,19; 22,20) von diesem aussergewöhnlichen Zeugen für Christus. Der ursprünglich hellenistische Jude gehörte zu den sieben Diakonen in der Urgemeinde. Die Diakone wurden von den Aposteln durch Handauflegung geweiht und dazu berufen, diese bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Stephanus tritt schon bald in den Mittelpunkt des Interesses, denn er zeichnet sich durch ein besonderes Predigttalent aus. Seine Missionspredigten führen jedoch in heftige Auseinandersetzungen. Stephanus wird von anderen jüdischen Gruppen der Gotteslästerung beschuldigt, da er sich frevelhaft gegenüber Tempel und Gesetz geäussert habe. Daraufhin wird der Diakon vor den Hohen Rat gestellt, wo er eine lange Verteidigungsrede hält. Stephanus wirft seinen Gegnern vor, sie selbst hätten das Gesetz gebrochen und nicht die Christen.

Er selbst liefert schliesslich den Anstoss für seine Verurteilung: "Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen." Diese Worte werden Stephanus als Gotteslästerung ausgelegt, so dass er sofort darauf, ohne weitere Verhandlung, zum Tode verurteilt wird. Er wird von der aufgebrachten Menschenmenge aus Jerusalem hinausgetrieben und schliesslich vor den Toren der Stadt zu Tode gesteinigt. "Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an", ruft Stephanus im Augenblick seines Todes gen Himmel. Auch Saulus, der spätere Paulus, nimmt an der Steinigung teil.

Stephanus starb wahrscheinlich im Jahr 40, seinen Leichnam bestattete der Schriftgelehrte Gamaliel in einem Grab auf seinem Acker. Nach dem Tod des Stephanus mussten viele hellenistische Christen die Stadt verlassen, sie wirkten aber weiter und gründeten Gemeinschaften ausserhalb der Heiligen Stadt. 415 wurden die Gebeine des Stephanus gefunden, Teile seiner Reliquien gelangten später über Konstantinopel nach Rom.

Zurück zur aufrufenden Seite

www.pv-ramsdorf-wallerfing.de