Katholischer Pfarrverband Ramsdorf-Wallerfing
Dekanat Osterhofen - Bistum Passau

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Heiliger Rochus
Aufnahme:
St. Martin Oberpöring

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Heiliger Rochus von Montpellier

Gedenktag:

16. August - Einfacher Gedenktag

Lebensdaten

* 1295 in Montpellier in Südfrankreich
+ 16.08.1327 in Montpellier

Namensbedeutung

Rochus (althochdt.): der Schnaubende
oder lat.-frz.: der Fels

Darstellung

Mit Pestbeule am Oberschenkel, als Pilger, mit Hund mit Brot im Maul

Brauchtum

In Frankreich sieht man an den Häusern oft die Abkürzung "VSR" für "Vive Saint Roche". Auch in Italien und Spanien wird der Heilige als Pestpatron verehrt. In Deutschland gibt es mehrere Rochus-Wallfahrten.

Patron

Von Montpellier, Parma und Venedig, der Gefangenen, Kranken, Siechenhäuser, Ärzte, Chirurgen, Apotheker, Totengräber, Kunsthändler, Bauern, Gärtner, Bürstenbinder, Pflasterer, gegen Pest, Cholera, Fuss-, Bein- und Knieleiden sowie gegen Tollwut und Unglücke.

Leben

Rochus zählt in manchen Gegenden zu den 14 Nothelfern und ist ein bekannter Patron gegen Pest und andere Seuchen. Rochus war kein Geistlicher oder Ordensmann, sondern ein "einfacher" Pilger. Die meisten Berichte über ihn liegen in legendarischer Form vor.

Rochus verschenkte nach dem frühen Tod seiner Eltern sein Hab und Gut unter die Armen und pilgerte nach Rom. Auf dem Weg dorthin und in Rom selbst widmete er sich Pflege von Pestkranken. Etliche soll er allein durch das Kreuzzeichen geheilt haben. Auf der Rückreise 1320 erkrankte Rochus in Piacenza selbst an der Pest. Aufgrund seiner Armut nahm ihn kein Spital auf, so dass er sich zum Sterben in eine Hütte im Wald zurückzog. Als sich Rochus auf seinen Tod vorbereitete, erschien ihm ein Engel und sprach ihm Mut zu. Er wurde nun täglich von einem Hund mit frischem Essen versorgt, bis er wieder gesund war und seine Heimreise fortsetzen konnte.

Bei der Ankunft in Montpellier erkannte ihn niemand mehr. Er wurde für einen Spion gehalten und eingesperrt. Rochus starb im Gefängnis nach fünf Jahren Haft am 16. August 1327. Nach seinem Tod wurde anhand eines Muttermals am Leichnam seine wahre Identität entdeckt.

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