Katholischer Pfarrverband Ramsdorf-Wallerfing
Dekanat Osterhofen - Bistum Passau

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Heiliger Petrus
Aufnahme:
St. Peter und Paul Neusling

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Heiliger Petrus

Gedenktag:

29. Juni - Hochfest

Lebensdaten

Fest am 29. Juni zusammen mit dem Apostel Paulus.

* ~ 0 in Betsaida (Galiläa)
+ ~ 64-67 (Märtyrertod) in Rom

Namensbedeutung

"Petrus" ist griechisch und heisst "der Fels"

Darstellung

Petrus wird dargestellt als Apostel oder Papst mit Schlüssel, Buch, Hahn, Fisch, Kreuz oder kopfüber gekreuzigt

Patron

Petrus ist Patron der Päpste, des Bistums Osnabrück, der Metzger, Glaser, Schreiner, Uhrmacher, Schlosser, Schmiede, Bleigiesser, Töpfer, Maurer, Ziegelbrenner, Brückenbauer, Steinhauer, Netzmacher, Tuchweber, Walker, Fischer, Fischhändler, Schiffer, Schiffbrüchigen, Büsser, Beichtenden, Jungfrauen, gegen Schlangenbisse, Fieber, Tollwut, Besessenheit, Fussleiden und Diebstahl.

Peterskirche und Petrusgrab

Über dem Grab des Apostel Petrus auf dem Vatikan-Hügel wurde die 324 konstantinische Petersbasilika errichtet. Im 16. Jahrhundert wurde diese Kirche abgerissen und der heutige Petersdom erbaut.

Nach längeren Ausgrabungen unter dem Petersdom und Auswertung der Funde verkündete Papst Paul VI. am 26. Juni 1968, dass die sterblichen Überreste des Hl. Petrus wieder aufgefunden wurden. Am nächsten Tag wurden sie im Seitenfach des traditionellen Petrusgrabes wieder beigesetzt. Es gibt sehr ernsthafte Indizien für die Echtheit der Reliquien.

Leben

Im Neuen Testament wird der hl. Petrus oft erwähnt, und es enthält auch biographische Notizen. Er stammt aus Betsaida (Joh 1,44), war bei seiner Berufung Fischer und in Kafarnaum verheiratet (Mk 1,16-31). Sehr bald schon bildete sich seine Führungsrolle im Kreis der 12 Apostel heraus. Er spricht für die Apostel, bekommt von Jesus den Beinamen Petrus, der Fels (Mt 16, 13-20) und ist nach der Sendung des Heiligen Geistes die unangefochtene Autorität der Kirche. Aber er ist auch derjenige, den der Herr anfährt: "Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen!" (Mk 8,33), er ist der, der den Herrn verleugnet (Mk 14,66-72), und der, dem Paulus Feigheit vor den Juden vorwirft (Gal 2,11-14). Seine Fehler und Schwächen machen klar, dass das Grossartige, das vom ihm überliefert wird, reine und ungeschuldete Gnade Gottes ist. Petrus wirkt in Jerusalem, geht nach Antiochien (Gal 2,11) und später nach Rom.

Petrus starb zwischen 64 und 67 n. Chr. in Rom den Märtyrertod. Nach einer alten Legende floh er vor den Christenverfolgungen aus der Stadt, begegnete auf seinem Weg jedoch Jesus, der in die engegengesetzte Richtung ging. Auf die Frage des Petrus: "Wohin gehst du, Herr?" (Quo vadis, Domine?) entgegnete er: "Ich gehe nach Rom, um mich nochmals kreuzigen zu lassen." Beschämt drehte Petrus um und nahm den Tod am Kreuz an. Weil er sich jedoch nicht als würdig ansah, auf die gleiche Weise wie Christus zu sterben, liess er sich kopfüber kreuzigen.

Zwei Briefe im Neuen Testament nennen den hl. Petrus als ihren Verfasser. Der erste mahnt die Empfänger, im Glauben treu zu bleiben und bezeugt ihnen, dass wir durch die Taufe am Leidensweg und an der Herrlichkeit Jesu teilhaben. Der zweite Petrusbrief warnt die Leser vor falschen Lehrern und verteidigt die Erwartung der Wiederkunft des Herrn. Seine Bedeutung liegt in den Aussagen über die heiligen Schriften und ihre richtige Auslegung.

In dem Bild, das vor allem Matthäus, Johannes und Paulus von Petrus zeichnen, erscheint er als der Garant der Jesusüberlieferung, der Zeuge der Wahrheit des Evangeliums und der Bewahrer der Einheit der Kirche. Sein Charisma und Amt gehen auf den jeweiligen Nachfolger auf dem Bischofsstuhl in Rom über. Seine Bedeutung fand ihren Niederschlag in seiner Verehrung. Die Apostelgräber gelten als Orte ihrer Anwesenheit. Man verkündete von dort aus wichtige kirchliche Entscheidungen und legte Eide ab. Auch der "Apostel der Deutschen", der hl. Bonifatius, fühlte sich sein Leben lang durch den Bischofseid verpflichtet, den er beim Grab des hl. Petrus abgelegt hatte.

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