Katholischer Pfarrverband Ramsdorf-Wallerfing
Dekanat Osterhofen - Bistum Passau

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Heiliger Paulus
Aufnahme:
St. Bartholomäus Niederpöring

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Heiliger Paulus

Gedenktag:

29. Juni - Hochfest

Lebensdaten

Fest am 29. Juni zusammen mit dem Apostel Petrus.
Der liturgische Gedenktag der "Bekehrung des Hl. Apostels Paulus" ist der 25. Januar.

* ~ 5 wahrscheinlich in Tarsos (heutige Türkei)
+ ~ 67 (Märtyrertod) in Rom

Namensbedeutung

"Paulus" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "der Kleine, Demütige"

Darstellung

Als Apostel mit Buch und Schwert

Patron

Paulus ist Patron der katholischen Presse, Theologen, Seelsorger, Weber, Teppichweber, Sattler, Seiler, Korbmacher, Zeltwirker, Arbeiterinnen, Theologen, Seelsorger, gegen Krämpfe und Ohrenleiden, Blitz und Hagel, Schlangenbisse, für Regen und eine fruchtbare Ernte, gegen Angst.

Leben

Der heilige Apostel Paulus war der wichtigste Missionar der frühen Kirche. Wegen seiner Missionsreisen unter die Heiden des Mittelmeerraums wird er auch Völkerapostel genannt.

Paulus wurde in Tarsus in Cilicien geboren, als Sohn einer jüdischen Familie Benjamin mit römischem Bürgerrecht, das er ebenso besass wie Silvanus (Silas), der später als Mitarbeiter und Sekretär für Paulus arbeiten sollte. Der jüdische Name von Paulus war Saulus oder Sha'ul, sein Name als römischer Bürger Paulus. Nach dem Vorbild seines Vaters erlernte er den Beruf des Zeltstoffwebers. Paulus galt als sehr gebildet, war der griechischen aber auch der hebräischen und aramäischen Sprache mächtig. Die Kindheit und Jugend verbrachte Paulus in Tarsus, einer in der damaligen Zeit bedeutenden Stadt mit etwa einer halben Million Einwohner.

Später ging Paulus nach Jerusalem. Dort studierte er fleissig. Saulus war ein eifriger Pharisäer, er war ein Schüler von Gamaliel, einer herausragenden Gestalt des damaligen Judentums, der auch den Beinamen "der Alte" oder "der Grosse" hatte. Gamaliel war auch ein Enkel des Hillel, eines der Gründungsväter des pharisäischen Denkens. Paulus gehörte daher auch zu den Anhängern von Hillel und seinen Nachfolgern. Diese waren im Gegensatz zur strengen, buchstabenfixierten Gruppe von Schammais flexibler und liberaler im Denken. Paulus nahm an den Verfolgungen der ersten Christen teil, die er für gefährliche Häretiker hielt. Er war unter anderem am Märtyrertod des Hl. Stephanus beteiligt.

Seine Reise nach Damaskus sollte ebenfalls der Christenverfolgung dienen. Doch unterwegs erschien ihm der auferstandene Christus: Unterwegs aber, als er sich bereits Damaskus näherte, geschah es, dass ihn plötzlich ein Licht vom Himmel umstrahlte. Er stürzte zu Boden und hörte, wie eine Stimme zu ihm sagte: Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Er antwortete: Wer bist du, Herr? Dieser sagte: Ich bin Jesus, den du verfolgst (Apg 9,3-5; 26,12-18).

Paulus erblindete daraufhin. In Damaskus angekommen, liess er sich von dem Christen Hananias (Ananias) taufen, woraufhin er sein Augenlicht zurückerlangte. Er wurde daraufhin zu einem der aktivsten und einflussreichsten Verkünder Jesu Christi. Als christlicher Missionar und Apostel verwendete er seinen römischen Namen Paulus.

In den folgenden Jahrzehnten unternahm Paulus drei Missionsreisen und gründete zahlreiche Christengemeinden. Während dieser Zeit entstanden die beiden Briefe an die Thessalonicher, die beiden Korintherbriefe, der Galaterbrief und der Römerbrief. Schliesslich wurde er in Caesarea gefangengenommen, sollte dann jedoch nach Rom überstellt werden. Während dieser Fahrt erlitt das Schiff vor der Küste Maltas Schiffbruch. Nach seiner Ankunft in Rom verfasste Paulus den Philipperbrief, den Epheserbrief, den Kolosserbrief sowie den Brief an Philemon.

Innerhalb der Kirche setzte sich Paulus beim ersten Konzil in Jerusalem dafür ein, dass auch Menschen getauft werden durften, die zuvor keine Juden waren.

Da der Bericht der von dem Evangelisten Lukas verfassten Apostelgeschichte mit der Gefangenschaft des Paulus in Rom endet, wissen wir von seinen letzten Jahren wenig. Es gibt Hinweise darauf, dass er möglicherweise noch eine vierte Missionsreise nach Spanien unternahm. In dieser wenig bekannten Zeit dürften die beiden Briefe an Timotheus sowie der Titusbrief entstanden sein.

Um das Jahr 61 kam Paulus nach Rom, wahrscheinlich in Gefangenschaft. Er musste bald vor Kaiser Nero Rechnung über sein Wirken ablegen. Der Legende nach traten Petrus und Paulus gemeinsam dem Tyrannen entgegen. Nero verurteilte auch Paulus zum Tode. Da er römischer Bürger war, wurde Paulus nicht ans Kreuz geschlagen, sondern enthauptet. An den Stellen, an denen nach der Hinrichtung sein abgeschlagener Kopf aufschlug, sollen drei Quellen entsprungen sein. Über diesem Ort steht deshalb heute die Kirche zu den drei Quellen (San Paolo alle Tre Fontane). Die Basilika San Paolo fuori le mura (Sankt Paul vor den Mauern) gilt als seine Begräbnisstätte.

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