Katholischer Pfarrverband Ramsdorf-Wallerfing
Dekanat Osterhofen - Bistum Passau

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Heiliger Nikolaus
Aufnahme:
St. Martin Ramsdorf

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Heiliger Nikolaus von Myra

Gedenktag:

6. Dezember - Nicht gebotener Gedenktag

Lebensdaten

* ~ 280/286 in Patras (Griechenland)
+ ~ 345-351 in Myra, heute Demre (Türkei)

Namensbedeutung

Nikolaus (griech.): Sieger im Volk

Darstellung

Als Bischof mit Stab, Mitra und Buch; mit drei goldenen Kugeln, Äpfeln oder Geldbeuteln; mit drei Knaben im Bottich zu Füssn; mit Anker oder Schiff; mit Broten; in Szenen als Retter, Beschützer oder Helfer.

Patron

Von Russland und Lothringen, der Ministrantinnnen und Ministranten, der Kinder, der Jungfrauen, der Pilgernden und Reisenden, der Rechtsanwälte, Notare, Kaufleute, Apotheker, Wirte, Weinhändler, Schiffer, Fischer, Matrosen, Flösser, Müller, Bäcker, Korn- und Samenhändler, Metzger, Bierbrauer, Weber, Spitzen- und Tuchhändler, Steinmetze, Steinbrucharbeiter, Fassbinder, Knopfmacher, Kerzenzieher, der Feuerwehr, der Gefangenen, für eine glückliche Heirat, gegen Wassergefahren und Seenot, zur Wiedererlangung gestohlener Gegenstände, gegen Diebe.

Brauchtum

Am Nikolaustag besucht der Nikolaus die Kinder und bringt ihnen kleine Geschenke. Leider wird die Figur des Nikolaus überlagert und verzerrt vom neuheidnischen Kult des sog. Weihnachtsmannes (dessen Farben rot-weiss übrigens von Coca-Cola stammen). Beachten Sie hierzu den Link in der Randspalte. Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken hat die Aktion "weihnachtsmannfreie Zone" ins Leben gerufen, um (nicht nur bei Kindern) das Andenken des hl. Nikolaus von Myra zu fördern.

Leben

Nikolaus wurde als Bischof von Myra Opfer der grossen Christenverfogung in der vorkonstantinischen Zeit. Er gehörte zu den Konzilsvätern von Nizäa und erwarb sich durch seine Amtsführung uvergänglichen Ruhm in der ganzen Christenheit.

Bereits in jungen Jahren wurde er zum Priester geweiht. Schon mit 30 Jahren war er Bischof. Während der um 310 einsetzenden Verfolgungswelle wurde er inhaftiert und gefoltert. Noch von den in der Haft erlittenen Qualen gezeichnet, nahm er 325 am 1. Konzil von Nizäa teil, wo er vor der nächsten Herausforderung stand: In sehr entschiedener Weise bekämpfte er die um sich greifende Irrlehre des Arianismus, die die Gottheit Jesu Christi leugnete, und verteidigte die Lehre der göttlichen Dreifaltigkeit. Das Konzil verabschiedete schliesslich das Glaubensbekenntnis von Nizäa; Nikolaus gehörte zu den Unterzeichnern dieses kirchengeschichtlich richtungsweisenden Dokuments.

Bereits zu Lebzeiten hochverehrt, starb Bischof Nikolaus, der sein Leben ganz Gott und der Kirche geweiht hatte, am 6. Dezember 345 oder 351.

Legenden

Es ist nicht verwunderlich, dass von einem so populären Heiligen etliche Legenden überliefert werden. Man sollte wie bei allen Heiligenlegenden nicht vergessen, dass die entsprechende Person ihre Heiligkeit nicht durch übernatürliche Fähigkeiten, sondern durch den Glauben an Gott und die daraus resultierende Lebensführung bekam. Möglicherweise sind um Nikolaus herum Wunder geschehen, es ist aber nicht wichtig. Ein ganzes Leben in den Dienst Gottes und seiner Liebe zu stellen und mit Gott auch die schweren Wege zu gehen, macht die Lebensleistung der Heiligen aus.

Hier nun einige der bekanntesten Legenden.
Auf diese gehen auch die üblichen Attribute des Heiligen zurück:

Nikolaus rettete drei junge Frauen aus der Prostitution, indem er Geldstücke bzw. Goldkugeln durchs Fenster warf. Die Frauen mussten sich wegen Mittelosigkeit ihres Vaters das Geld für die Mitgift verdienen.

Drei unschuldig Verurteile Offiziere rettete er vor dem Tod, entweder indem er im Traum dem Kaiser erschien und um Begnadigung bat oder indem er dem Henker in den Arm fiel.

Drei Jungen, die von einem Metzger ermordet worden waren und bereits zerteilt und eingepökelt waren, soll er zum Leben wiedererweckt haben.

Während einer Hungersnot in Myra gab Nikolaus den Befehl, von Schiffen, die für den Kaiser bestimmt waren, Getreide abzuladen. Als die Schiffe am Bestimmungsort ankamen, fehlte aber nichts. Auch soll sich das abgeladene Getreide wundersam vermehrt haben, so dass die Stadt über die ganze Hungersnot gerettet wurde.

Er soll ein in Seenot geratenes Schiff gerettet haben, indem er durch sein blosses Erscheinen das Meer beruhigte.

Nach seinem Tod soll er jedes Jahr zur Weihnachtszeit dick vermummt durch Myra gezogen sein, um vergoldete Äpfel und Nüsse vor die Hütten der Armen zu legen.

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