Katholischer Pfarrverband Ramsdorf-Wallerfing
Dekanat Osterhofen - Bistum Passau

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Heiliger Johannes (Apostel, Evangelist)
Aufnahme:
St. Bartholomäus Niederpöring

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Heiliger Johannes (Apostel, Evangelist)

Gedenktag:

27. Dezember - Fest

Lebensdaten

* im 1. Jahrhundert in Betsaida am See Genezaret
+ ~ 101 in Ephesus

Namensbedeutung

"Johannes" bedeutet "Gott ist gnädig" (hebräisch)

Darstellung

Darstellung oft im Zusammenhang der Abendmahlsszene oder unter dem Kreuz stehend. Mit einem Ölkessel, oder mit einem Giftbecher (Kelch mit Schlange).

Darstellung als Evangelist mit einem Adler oder direkt in Gestalt eines Adlers, als Verfasser der Offenbarung in Gestalt eines Greises, der mit einem Federkiel schreibt und himmlische Visionen schaut. Die byzantinische Kunst zeigt Johannes vorwiegend als bärtigen Greis, während er im Westen oft als junger Mann dargestellt wird.

Patron

Johannes ist Patron der Theologen, der Beamten, Notare, Bildhauer, Maler, Schreiber, Schriftsteller, Buchhändler, Buchdrucker, Buchbinder, Papierfabrikanten, Winzer, Metzger, Sattler, Glaser, Spiegelmacher, Graveure, Kerzenzieher und Korbmacher, der Freundschaft, gegen Vergiftungen, Brandwunden, Fussleiden und Epilepsie, gegen Hagel, für eine gute Ernte.

Leben

Der Heilige Johannes war der Sohn von Zebedäus und Salome. Sein Bruder war Jakobus der Ältere, einer der zwölf Apostel. Die Mutter des hl. Johannes war mit der Muttergottes verwandt.

Johannes, der Lieblingsjünger Jesu, zählte neben Petrus und seinem Bruder Jakobus zum engsten Freundeskreis Jesu und war von Beruf wie der hl. Petrus Fischer. In der Liste der Apostel hatte Johannes den zweiten Platz (Apg 1,13), den dritten (Mk 3,17) und den vierten (Mt 10,3; Lk 6,14) hinter Petrus.

Beim letzten Abendmahl lehnte er an der Brust des Herrn, er war bei Jesu Verklärung am Berg Tabor dabei, begleitete Jesus auf den Ölberg und ging mit ihm bis zum Kreuz, wo ihm Jesus seine Mutter als Mutter für uns alle schenkte:

"Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich."

Nach dem Tod Jesu gründete Johannes mehrere Gemeinden in der Gegend um Ephesus, die er alle selbst leitete. Dort wurde er unter dem Christenhasser Kaiser Domitian festgenommen und nach Rom abgeführt, wo er gefoltert wurde und anschliessend an der Porta Latina in einem Kessel mit heissem Öl verbrennen sollte. Doch der Plan Domitians ging nicht auf. Johannes, der sich und den Bottich mit Öl bekreuzigt hatte, bevor er hineingestiegen war, verbrannte nicht in dem Öl, sondern nahm statt dessen völlig überraschend - vor allem für seine Verfolger - ein wohltuendes Bad zu sich, das ihn stärkte anstatt tötete.

Aus Angst vor dem Apostel aufgrund dieses Wunders verbannte man ihn auf die griechische Insel Patmos, wo er Erzgrabungen verrichten musste. Auf dieser Insel offenbarte ihm Gott die Geheimnisse über die letzten Dinge, hier schrieb Johannes das letzte Buch der Bibel, die Johannes-Apokalypse, nieder.

Nach dem Tod Domitians kehrte er nach Ephesus zurück, verfasste auf Bitten der Gläubigen und Bischöfe Kleinasiens das vierte Evangelium, nachdem er zuvor lange Zeit gebetet und gefastet hatte. Der Prolog soll sogar während oder nach einer Ekstase entstanden sein. Johannes beabsichtigte durch sein Evangelium die vorherrschenden Irrlehren, allen voran die Gnosis, zu bekämpfen und die Dreifaltigkeit Gottes hervorzuheben.

Auch in dieser Ephesus-Zeit war er vor Verfolgungen nicht bewahrt. Aufgrund der zunehmenden Christianisierung hatten die Goldschmiede der Gegend Angst vor Johannes, weil sie um ihre Umsätze fürcheten. Sie zettelten eine Unruhe an und veranlassten den Oberpriester des Artemis-Tempels, dass er Johannes zwingen liess, entweder zu opfern oder den Giftbecher zu trinken. Johannes verweigerte das Opfer und bekreuzigte sich über dem Giftbecher. Das Gift entwich in Form einer Schlage und Johannes trank den Becher ohne Folge. Der Oberpriester, der ihn zum Opfer zwingen wollte, trat schliesslich zum Christentum über. So entstand auch der Brauch des Johannesweins: Am Johannestag geweiht, reicht ihn der Priester der Gemeinde, die mit ihm die Liebe Johannes' kosten darf und damit vor Krankheiten und Gefahren geschützt wird.

Auch die drei Briefe des Apostels wurden von dem bereits sehr alten Johannes, der als letzter von allen Jüngern wahrscheinlich im Jahr 101 starb, in Ephesus verfasst. Johannes war der einzige der Apostel, der eines natürlichen Todes starb.

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